Museumpark Orientalis
Am vergangenen Wochenende war ich mit Freunden in und um Nijmegen unterwegs. Wir haben uns den Museumpark Orientalis angesehen. Das Wetter hat mitgespielt und gute Laune gemacht, auch wenn wir uns fast die Hacken abgelaufen hätten, aber lest selbst ;).
Das Erste, was ich gemacht habe, als ich wusste, dass es in den Museumpark Orientalis bei Nijmegen geht, war einen Blick auf deren Website zu riskieren. Sieht schon sehr schön aus. Gibt's auch auf Deutsch, sehr angenehm. Obwohl die niederländische Version mehr und aktuellere Informationen hergibt. Die Wegbeschreibung, die ich dort gefunden habe, hab ich dann einfach mal mitgenommen. Es handelt sich übrigens um ein Museum für Religion und Kultur. Die derzeitige Ausstellung heißt Religion und Humor.
Mit dem Zug also nach Nijmegen, dort auf meine Freunde gewartet und dann mit dem Bus zur beschriebenen Haltestelle. Von dort war es dann auch nur noch ein Katzensprung durchs Grüne, was schon auf den Park schließen ließ. Wirklich schön.
Dort angekommen, haben wir festgestellt, dass der Park wohl schon über die Grenze hinaus bekannt ist. Viele Schul- und Pfadfindergruppen aus Deutschland UND aus den Niederlanden waren zu finden. Für die gibt es auch ein Programm in dem Park: Sie können eine Art Schnitzeljagd durchführen - ein Büchlein, in deutscher Sprache, leitet die Gruppen durch den Park, informiert und lässt sie Fragen beantworten für höchsten Lernerfolg. Tolle Sache. Wirklich.
Aber nun zu unserem Besuch. Beeindruckt waren wir auf jeden Fall von der Einführung, die einem gewisse Terroranschläge wieder in Erinnerung gebracht hat und zum Nachdenken anregte. Es würde also darum gehen, Missverständnisse aus der Welt zu schaffen zwischen den drei großen Weltreligionen: Dem Christentum, dem Judentum und dem Islam.
Am Größten geraten ist das römische Dorf. Wirklich schön nachgestellt und mit überzeugenden Akteuren. Man bekommt viel zu sehen - gerade zum Anfassen. Weitere Highlights sind die anderen Dörfer und Lagerplätze, die zu den Muslimen und Juden gehören. Diese Nachahmung der damaligen Lebensumstände hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Der Park selbst ist auch atemberaubend. Ein wunderschönes Stück Natur und nahe dem arabischen Dorf findet man in einem See auch unzählige Karpfen und Kaulquappen. Oh ja, und Dromedare findet man dort auch. Irgendwie idyllisch alles.
Was den Inhalt der Ausstellung und generell der Informationen angeht, bin ich allerdings ein wenig enttäuscht. Keine Frage, wenn man Vorurteile anderen Religionen über hat und nicht so recht Bescheid weiß, worum es bei den anderen so geht, dann ist dieser Park genau die richtige Adresse. Wenn mann allerdings so gut aufgeklärt ist wie wir drei es sind, dann ist der Park selbst die größte Attraktion, die sich durchaus lohnt.
Am besten geeignet ist der Park wohl für Familien und Gruppen mit Kindern. Für die gibt es hier unglaublich viel zu entdecken und sehr viel Spaß zu haben. Außerdem lernen die Kinder (und ihre Eltern), die Religionen voneinander zu unterscheiden und zu erkennen, dass anders nicht gleich schlecht ist^^.
Wir haben dann doch auch mehr Zeit dort verbracht als ursprünglich geplant, was wirklich für die Anziehungskraft dieses Museums spricht. Macht halt einiges her, mal im Freien im Museum zu sein und nicht in einer sterilen Umgebung in so einem einfachen Museum, in dem man auch nichts anfassen darf.
Zum Abschluss sei noch der kleine Bauernhof erwähnt, der an das jüdische Dorf angeschlossen ist. Wirklich zuckersüße kleine Lämmchen haben wir dort entdeckt sowie Ziegen und einen wunderschönen Pfau. Herrlich, wirklich.
Ich hoffe, einigen von euch ein wenig mehr Lust auf diesen Museumspark gemacht zu haben und dass wir euch bald im schönen Grenzgebiet begrüßen dürfen ;).
Groetjes uit Arnhem,
Patricia.






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Nachdem ich dein Blog gelesen habe, wird ich ganz bestimmt ein Besuch bringen an das Museumpark Orientalis!! Bin begeistert.
Viele Gruessen
Mathijs