Der öffentliche Verkehr
OV steht in den Niederlanden für die öffentlichen Verkehrsmittel. Seit ich in Amsterdam arbeite und weiterhin in Arnhem wohne, darf ich zumindest die Bahn regelmäßig benutzen.
Mitte Januar habe ich mein sogenanntes Graduation Assignment begonnen. Das ist die Abschlussarbeit meiner Hochschule, die hier üblicherweise in einer Firma und für diese Firma geschrieben wird, während man dort arbeitet. In meinem Fall handelt es sich um eine Marktuntersuchung des deutschen Marktes für meine Firma sowie die Tätigkeit im Verkauf. Das macht großen Spaß und Lust auf die Arbeitswelt, die ganz bald auf sich warten lässt. Ich zähle schon die Tage ;).
Aber um auf mein eigentliches Thema zurück zu kommen: der öffentliche Verkehr. In den Niederlanden muss man ja alles abkürzen, also wird hier vorrangig von dem OV gesprochen. Zum OV gehört die sogenannte NS. Nein, das hat nichts mit unserer Weltkriegsgeschichte zu tun! Ausgeschrieben heißt es Nederlandse Spoorwegen und meint nichts Anderes als die niederländische Bahn. Ein bisschen so wie unsere gute alte DB. Leider auch häufig mit den gleichen Unzuverlässigkeiten verbunden, aber das nur am Rande.
Generell ist es nämlich verblüffend, wie gut Arnhem doch an Amsterdam angebunden ist. Der Zug zum Flughafen (auf dem Weg liegt auch mein Bahnhof) fährt alle dreißig Minuten direkt und ohne Umwege. Zusätzlich, man höre und staune, gibt es hier noch einen Zug - neben dem ICE mit weniger Zwischenstopps - direkt in die Amsterdamer City. Was für ein Luxus. Und es dauert auch nur eine Stunde!
Wenn man bedenkt, dass ich von meiner Heimatstadt aus mit den Zügen etwa zwei Stunden brauche, um nach Arnhem zu kommen, obwohl es nur 60km sind, ist man wirklich erstaunt, dass fast 200km so fix zu schaffen sind.
Im Zug begegnet man immer wieder allerlei kuriosen Figuren aus allen Ecken und Enden der Niederlande. Und ja: die Leute sprechen hier andere Dialekte aus den verschiedenen Regionen, auch wenn man es nicht glauben will, wo das Land doch mal wirklich klein ist (kommt, NRW ist größer als das ganze Land!!). Manchmal mache ich mir also einen Spaß daraus, Dialekte zu identifizieren. Dummerweise passiert es mir dabei manchmal, dass ich das Deutsche, wenn es denn jemand spricht, schon gar nicht mehr raushöre, sondern es als Limburgs oder Ähnliches identifiziere. Vielleicht bin ich schon ein klein wenig Niederländisch geworden...
Was man nochmal hervorheben sollte, ist, dass es drei große Zentren in den Niederlanden gibt, wo aller Verkehr zusammen und wieder auseinander läuft: Amsterdam, Utrecht (wohl am Bekanntesten) und, ja, genau: Arnhem! Der Zug fährt ein und man denkt: Da find ich nie nen Platz. Ihr steht in Arnhem? Abwarten, die wollen da alle raus! Ich genieße es auf jeden Fall, dass ich an so einem Knotenpunkt lebe - hat ein bisschen was von Großstadt, auch wenn die Einwohnerzahl deutlich dagegen spricht.
Mit diesen Gedanken verlasse ich heute wieder mein Blog und hoffe, ein paar von euch mal hier zu sehen. Bis bald.
Eure Patricia.





